Alles auf Empfang

Das CI ist eingesetzt, die Wunde verheilt. Nun beginnt mit dem spannenden Moment der Erst-anpassung das Wunder des Wiederhörens. Eine kürzere oder auch längere Zeit hat der Betroffene wenig gehört, manchmal einseitig. Der aktivierte CI-Prozessor gibt die ersten Signale.

Amalia Rihm-Baier ist aufgeregt. Eigens aus Spanien ist sie angereist. Nun wartet die 60-Jährige in der Universitätsklinik Tübingen (UKT) auf ihren Erstanpassungstermin. „Am 27. Mai wurde ich hier in Tübingen operiert und habe ein Cochlea-Implantat bekommen", erzählt sie. „Die Tamponade wurde in einer spanischen Klinik gezogen. Der zuständige Arzt dort meinte, dass die deutschen Ärzte gute Arbeit geleistet hätten." Zunächst wird sie von Dr. Katharina Braun, HNO-Ärztin, untersucht. „Die Wundverhältnisse sind sehr gut", sagt Braun, „der Erstanpassung steht nichts im Weg." Auch Rihm-Baier meint: „Mir geht es gut. Ich leide nicht unter Schwindel, habe keine Geschmacksstörungen und fühle mich soweit prima." Ihre Entscheidung für ein CI dauerte mehr als ein Jahrzehnt. „Während eines Telefonats mit meiner Schwester erlitt ich einen Hörsturz. Zunächst dachte ich, das wird schon wieder, aber dem war nicht so. Zwölf Jahre lang war ich auf dem rechten Ohr taub, Richtungshören war nicht mehr möglich", berichtet sie. „Mein Mann musste ab diesem Zeitpunkt immer genau sagen, wo er sich aufhält. Ein einfaches ‘Ich bin hier’ brachte mir nichts mehr. Bei gemeinsamen Treffen mit Freunden saß er immer rechts neben mir. Falls ich etwas nicht verstand, konnte er mir helfen." Erst als sie links auch einen Hörsturz erlitt, entschloss sie sich zu einer CI-Operation.

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Nadja Ruranski, Redaktion

 

 

Ausgabe: Schnecke 85, Seite 44

 

 

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