Wenn der Bruder ertaubt

Das Familienleben in unserer Familie änderte sich von einem Tag auf den anderen, als mein Bruder Markus ertaubte. Auch für mich, den zwei Jahre älteren Bruder, änderte sich dadurch viel.

Ich war damals drei Jahre alt, als mein einjähriger Bruder Markus plötzlich durch eine Gehirnhautentzündung gehörlos wurde, welche der Arzt anfangs als Drei-Tage-Fieber abgetan hatte. Somit änderte sich das Leben in unserer Familie schlagartig. Es waren aber nicht nur die seelischen Probleme, mit denen es nun galt fertig zu werden, sondern auch ganz alltägliche Dinge. Der Besuch des Kindergartens beispielsweise wurde zu einer echten Herausforderung. Während ich – wie die meisten anderen Kinder auch – den Kindergarten im elterlichen Dorf besuchen konnte, musste Markus täglich 60 Kilometer mit dem Taxi zurücklegen, um mit Gleichbetroffenen spielen zu können. Auch der spätere Schulweg von Markus betrug 80 Kilometer einfach und die Ausbildungsstelle war sogar 140 Kilometer entfernt, während ich alles in meiner näheren Umgebung vorfand und somit deutlich mehr Freizeit zum Spielen und Erholen hatte.

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Thomas Maier

 

 

Ausgabe: Schnecke 85, Seite 33

 

 

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