Besonderheiten bei der CI-Versorgung taubblinder Patienten

In Deutschland leben etwa 6000 taubblinde Menschen, die entweder taubblind geboren wurden oder diese Behinderung im Laufe ihres Lebens erworben haben. In der Medizin sind
darüber hinaus circa 40 Syndrome bekannt, die als Symptome Gehörlosigkeit in Kombination mit Blindheit beinhalten. Bei jedem zweiten betroffenen Patienten ist das Usher-Syndrom der Auslöser; es ist damit die häufigste Ursache von erblicher Taubblindheit. Die Konferenz der Arbeits- und Sozialminister hat zudem im November 2012 im Bundestag einstimmig die Einführung eines eigenen Merkzeichens (TBL) beschlossen. Taubblindheit ist damit neben Taubheit und Blindheit als eigene Behinderung mit ganz speziellen Anforderungen jedes Einzelnen anzusehen.

Im Rahmen der Cochlea-Implantat-Versorgung im Krankenhaus Martha-Maria München kommt insbesondere eine Tatsache zum Tragen, die ich mir als selbst beidseitig ertaubte und mit CIs versorgte Ärztin zunutze mache. Nämlich die Fähigkeit, sich in den Patienten mit seiner individuell unterschiedlichen Schwerhörigkeit hineinzuversetzen und die Situation und die Kommunikation damit so zu gestalten, dass der Patient die Angst vor dem möglicherweise Nicht-hören- und Nicht-verstehen-Können verliert, Vertrauen fassen kann und sich sicher fühlt.

(...)

 

Dr. Veronika Wolter
Krankenhaus Martha-Maria München

 

 

Ausgabe: Schnecke 87, Seite 34

 

 

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