Digitales Tor zur Außenwelt für Taubblinde

„Nicht sehen trennt den Menschen von den Dingen. Nicht hören trennt den Menschen vom Menschen", sagte der Philosoph Immanuel Kant. Wer über diesen Satz nachdenkt, fragt sich, wie es wohl Taubblinden ergehen muss, die beides nicht können. Ein Gedanke, der dabei sofort aufkommt, ist die Isolation, mit der diese Menschen häufig zurechtkommen müssen. Wer taubblind ist und keine CI-Implantation in Erwägung zieht, hat kaum Möglichkeiten, sich der Außenwelt mitzuteilen und wenn, dann nur eingeschränkt. Zum Beispiel über das Lorm-Alphabet, das vor allem im deutschsprachigen Raum, in Holland und Tschechien verbreitet ist. Das sind 26 Zeichen, die mit den Fingern auf die Handfläche des Gesprächspartners getippt oder gestrichen werden und jeweils für einen Buchstaben stehen. Der Nachteil dabei: Derjenige, mit dem man sich unterhält, muss physisch anwesend sein, weil das Lormen nur über das Tasten funktioniert. Und er muss ebenfalls das Lormen beherrschen, was die Unterhaltung mit anderen Menschen erschwert, wenn kein Assistent oder „Übersetzer" anwesend ist. Eine Kommunikationsform also, die über Berührung und Druckpunkte funktioniert.

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Ute Mai, Redaktion

 

 

Ausgabe: Schnecke 87, Seite 26

 

 

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