Sind zwei Ohren Luxus?

Die Natur hat den Menschen mit zwei Ohren ausgestattet. Im Laufe der Evolution wurde das Hören mit zwei Ohren verfeinert und so perfektioniert, dass unser zentrales Hörsystem im Gehirn (Hirnstamm und Hirnrinde) die von beiden Ohren kommenden Nervensignale mit hoher Präzision auswerten kann. So werden auch kleinste Zeitunterschiede, Pegel- sowie Klangunterschiede der Schallsignale zwischen beiden Ohren erkannt und erlauben so z.B. die Ortung einer Schallwelle. Eine im Alltag weitere wichtige Fähigkeit ist die Verbesserung des Sprachverstehens im Störgeräusch. Dies wird oft als Cocktailparty-Effekt bezeichnet. Mit dieser griffigen Bezeichnung ist jedoch nicht gemeint, dass es sich bei dem beidohrigen Hören um ein Freizeitvergnügen handelt. Der Cocktailparty-Effekt ist in vielen Alltagssituationen von Bedeutung: Bei Familienfeiern, beim Einkaufen und bei Unterhaltungen im Freien – Nebengeräusche sind im Alltag immer vorhanden. Zwei weitere Effekte des beidohrigen Hörens sind ebenfalls im Alltag von Bedeutung: die Unterdrückung des Kopfschattens und der Summationseffekt (lautere Empfindung, wenn Schallsignale auf beide Ohren eintreffen).

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Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe
CICERO Erlangen

 

 

Ausgabe: Schnecke 87, Seite 28

 

 

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