Wir sind die wichtigsten Kommunikationspartner unseres Kindes

Die fünfjährige Emma ist gehörlos, seit drei Jahren bilateral mit Cochlea-Implantaten versorgt und im besten „Warum-Fragealter“. 

„Mama, warum sagst Du, dass mir das Essen schmeckt? Das weißt Du nicht, Du bist ja nicht ich.“ Diese Antwort erhielt ich von unserer Tochter, als ich sie davon überzeugen wollte, von einer Mahlzeit zu kosten und ihr sagte: „Probierʼ das mal, das magst Du!“. Mich erstaunt und freut Emmas gelungene Argumentation und Ausdrucksweise immer wieder. Allseits zugewandte, geduldige Gesprächspartner aus der Familie, dem Freundeskreis und dem Kindergarten stillen ihren enormen Wissensdurst und dies mittlerweile ohne Gebärden oder die „Übersetzung“ durch uns Eltern. Eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte dazu geführt, dass Emma bereits zwei Jahre alt war, als bei ihr die Gehörlosigkeit festgestellt wurde. Die Diagnose katapultierte uns normalhörende Eltern in eine emotionale Starre. Plötzlich befanden wir uns in einer Situation, die uns sehr große Angst machte und auf die wir – wie es schien – keinen Einfluss nehmen konnten.

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Tanja Janewers

 

 

Ausgabe: Schnecke 87, Seite 33

 

 

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